Schularbeitenhilfe
Seit einiger Zeit bin ich einmal pro Woche in der
Schularbeitenhilfe
des Vereins Atempause tätig. Als sich ein
personeller Engpass
zeigte, entschloss ich mich zur Mitarbeit.
Wir sind vier Erwachsene, die etwa zehn bis zwölf
Kinder aus
der Grundschule Breloh betreuen. Gelegentlich
erscheinen auch
Schüler aus Munster.
Es sind in der Mehrzahl Jungen, die sich bei ihren
Hausaufgaben
helfen lassen und froh darüber sind, für zwei
Stunden eine
Bezugsperson zu haben, die ihnen hilft.
Ich vermute, dass die Schülerinnen und
Schüler zu Hause keine
dauerhafte Hilfe bei ihren Aufgaben erwarten können.
Fast alle Kinder erscheinen regelmäßig, denn sie
erhalten eine
Betreuung, die über das Helfen bei den Aufgaben
hinausgeht.
Nachdem die Arbeit erledigt ist, können die Kinder
in den Räumen
des Café’s miteinander spielen, sich
unterhalten oder Rat bei den
Erwachsenen suchen.
Die Schülerinnen und Schüler können bei uns auch Kleinigkeiten essen.
Die Hilfsbereitschaft der Erwachsenen bewirkt bei
den Kindern,
dass auch sie spontan bereit sind, sich gegenseitig
zu helfen.
Wenn zum Beispiel jemand etwas vergisst, nimmt ein
anderes
Kind das Teil mit und gibt es später dem Besitzer.
In den Schulferien ruht die Schularbeitenhilfe,
worüber einige Kinder
traurig sind, weil ihnen während dieser Zeit die
vertraute Zuwendung
fehlt. Ich meine, dass dieser Aufgabenbereich des
Vereins einen
hohen Stellenwert hat und dass dafür eine ständige
Nachfrage besteht.
23.5.2000
Hans-Peter Renken