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Schuldnerberatung

Mona Stock

Peter Stock

Email: atempause-beratung@ewetel.net

Tel.: 05192 899 779

gb Munster. Bericht aus der "Böhme Zeitung" Soltau

Beim Stadtgespräch berichtete Monika Stock, Schuldnerberaterin im Munsteraner Cafe Atempause, über ihre Hilfe an Menschen, um "Endlich wieder ohne Schulden leben" zu können. Seit 1986 ist sie im Landkreis in dieser Funktion tätig.

Sie führte die Schritte beim "Ablauf des Verbraucherinsolvenzverfahrens" hin zur "Schulden Befreiung" auf.

Die Arbeit der Schuldnerberatung in der ersten Stufe sei es, zunächst eine "außergerichtliche Einigung" zu erzielen.

Hierbei sei es aber am Anfang häufig erst notwendig, den Schuldner dazu zu bringen und ihm beziehungsweise ihr zu helfen, die Unterlagen zusammenzutragen, sie zu sortieren und für das Verfahren vorzubereiten.

 Gemeinsam werde dann ein Vorschlag erarbeitet, wie die Schulden Bereinigung denkbar wäre, und dieser Vorschlag werde den Gläubigern unterbreitet.

Sind alle Gläubiger einverstanden, könne das Verfahren anlaufen; ist aber auch nur ein Gläubiger nicht einverstanden, gelte die außergerichtliche Einigung als gescheitert.

In diesem Fall könne seit 1999 auch eine Privatperson ein gerichtliches Insolvenzverfahren beantragen.

Dazu werde wiederum gemeinsam mit der Schuldnerberatung ein "Schuldenbereinigungsplan" erarbeitet, der bei Aussicht auf Erfolg vom Gericht bestätigt wird.

Erfüllt der Schuldner diesen Plan, sei er schuldenfrei.

Lehne jedoch die Mehrheit der Gläubiger diesen Plan ab, sei er gescheitert, und es komme zur dritten Phase: Das "gerichtliche Insolvenzverfahren" werde eröffnet.

 Dabei werde eine "Restschuldbefreiung" geprüft. Das bedeute, der Schuldner muss die pfändbaren Beträge seines Einkommens sechs Jahre lang über einen Treuhänder an die Gläubiger abführen.

Eine Zustimmung der Gläubiger sei in diesem Fall nicht erforderlich. Erfüllt der Schuldner die geforderten Obliegenheiten, sei er schuldenfrei.

Monika Stock sprach sich positiv über dieses Verfahren aus.

Sie machte aber deutlich, dass es dem Bürger relativ einfach gemacht werde, schnell in eine Verschuldung und einer sich anschließenden Überschuldung zu kommen.

Häufig führe ein nichtvorhandenes Verständnis im Umgang mit Geld, aber auf der anderen Seite auch die Verlockung durch die Werbung in solche Situationen.

Vielfach sei es dann eine Labilität, ein falscher Stolz oder die Angst vor der Offenbarung dazu, dass die Personen nicht den Schritt zur Hilfe suchen.

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