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Rückblick - oder wie alles begann
Anfang 1989 gründen Mitarbeiter/innen der Friedens-Kirchengemeinde Breloh unter Vorsitz
von Pastor Friedrich Schwenger mit dem Café Atempause - einen Ort, an dem man sich
zwanglos treffen kann, um eine Tasse Kaffee oder Tee zu trinken oder zu klönen.
Die Mitarbeiter stehen als Gesprächspartner bei Problemen und Nöten zur Verfügung.
Die Idee einer solchen Arbeit wächst in der Gemeinde schon früher heran; so besuchen
Pastor Friedrich Schwenger und Hans-Peter Renken verschiedene Café-Einrichtungen in
der Bundesrepublik (z.B. Café Atempause auf St. Pauli oder der Lorenzer Laden in Nürnberg),
um sich über deren Tätigkeiten, organisatorische Abläufe und inhaltliche Konzepte zu informieren.
Ganz bewusst sollen außerkirchliche Räume angemietet werden, um die Hemmschwelle der
Gäste gegenüber der Institution Kirche abzubauen und dennoch die Möglichkeit anzubieten,
mit engagierten Christen ins Gespräch zu kommen.
Im März 1989 ergib sich dann die Gelegenheit, die Räume der ehemaligen Volksbank in der Hermann-Löns-Straße 9 in Munster-Breloh anzumieten.
Am 11. April 89 entscheiden sich Mitarbeiter/innen, Kirchenvorsteher/innen und Gemeindemitglieder diesen Weg zu gehen. 13 Personen erklären ihre Mitarbeit. Die Finanzierung soll über Spenden gesichert werden. Die Arbeit ist von Beginn an sozialmissionarisch ausgerichtet. Glauben soll weitergegeben werden; dabei sollen die Mitarbeiter nicht bedrängen oder aufdringlich sein, sondern durch ihre dienstbare Liebe ihren Glauben leben und bezeugen, also
ein offenes Ohr und Herz haben für die Nöte und Krisen der (hilfesuchenden) Gäste
Brücken bauen für eine tragende Gemeinschaft, die in den christlichen Gemeinde erlebt werden kann.
Regelmäßig werden deshalb gottesdienstähnliche Veranstaltungen im Café angeboten werden.
Am 15. Januar 1992 tritt diese Arbeit in eine neue Phase ein: Im Gemeindehaus der Friedenskirche Breloh wird der gemeinnützige Verein
„ Atempause - Verein für sozialmissionarische Dienste e.V.“
gegründet, damit wird die Arbeit auf breitere Füße gestellt und institutionell selbständig.
Der Verein hat seither auch die Trägerschaft des „Café Atempause“.
In den letzten Jahren hat die Arbeit eine wechselvolle Geschichte erlebt.
Die Aufgabengebiete werden umfangreicher:
Schuldnerberatung
Drogenarbeit
Elternarbeit mit drogenabhängigen Kindern
Arbeit mit Obdachlosen
Schulaufgabenhilfe für Kinder, die Probleme mit der deutschen Sprache haben
Arbeit mit Aussiedlerfrauen
regelmäßige Liveline-Gottesdienste
Kleiderstübchen, wo bedürftige Menschen versorgt werden (da es hier viel zu tun gibt, sucht das Team des Kleiderstübchens noch Mitarbeiterinnen, die die gespendete Kleidung aufarbeiten [waschen und bügeln] oder auch in anderer Weise tätig werden wollen).
Im Zuge dieser Mehrarbeit können neue Mitarbeiter gewonnen werden, die ihre Arbeit
ehrenamtlich verrichten. Sehr bald müssten auch haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter
angestellt werden, da der enorme Zeitaufwand v.a. für die Drogenarbeit nicht mehr nur
ehrenamtlich geleistet werden kann.
Am 21 August 1992 wurde der Verein
"Atempause Verein für sozial-missionarische-Dienste e.V. "
in das Vereinsregister ( Amtsgericht Soltau ) eingetragen!